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IM WERKHAUS KAINACH
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JUBILÄUM
30 JAHRE WERKHAUS KAINACH
JUNI 2023
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ORF
2023

Will­kom­men im Werk­haus Kai­n­ach – ein be­son­de­rer Ort, der Kunst, Hand­werk und Lei­den­schaft ver­eint.

Ent­de­cken Sie die fas­zi­nie­ren­de Welt des Gla­ses durch die ein­zig­ar­ti­gen Wer­ke von Re­na­te und Fritz Pre­hal!

Sie sind herz­lich ein­ge­la­den, die Ga­le­rie, die Werk­stät­ten und den an­gren­zen­den Gar­ten des Künst­ler­ehe­paars nach te­le­fo­ni­scher Vor­an­mel­dung zu be­sich­ti­gen. Ne­ben Wohn- und Gar­ten­skulp­tu­ren, Glas­schmuck und Fu­sin­g­ob­jek­ten er­war­ten Sie im Werk­haus Kai­n­ach ei­niz­gar­ti­ge, aus op­ti­schem Glas ge­schlif­fe­ne Ob­jek­te.

Die Ge­schich­te des Werk­haus Kai­n­ach be­ginnt mit ei­nem Schi­ur­laub im Salz­bur­gi­schen, der zwei Men­schen aus un­ter­schied­li­chen Wel­ten zu­sam­men­führ­te. Re­na­te, eine jun­ge Frau aus Köln, und Fritz, ein Rad­stät­ter, wur­den nicht nur ein Paar, son­dern auch ein be­mer­kens­wer­tes Team. Ge­mein­sam ab­sol­vier­ten sie die Glas­fach­schu­le in Ha­d­amar, wo­bei Re­na­te sich auf Glas­in­stru­men­te spe­zia­li­sier­te und Fritz als Glas­schlei­fer sein Ta­lent ver­fei­ner­te.

Nach der Aus­bil­dung führ­te sie ihr Weg durch Lehr- und Wan­der­jah­re in Deutsch­land und Öster­reich, dar­un­ter Sta­tio­nen bei re­nom­mier­ten Ein­rich­tun­gen wie Ro­de­rich Wohl­ge­muth in Bre­men und der Glas­ma­nu­fak­tur Lob­meyr in Wien. Der ent­schei­den­de Wen­de­punkt kam im Jahr 1988, als sie auf die Lan­des­au­stel­lung “Glas & Koh­le” in Bärn­bach stie­ßen und schließ­lich in die ma­le­ri­sche West­stei­er­mark ge­lang­ten.

Auf der Su­che nach ei­ner Blei­be in die­ser Re­gi­on fan­den sie wäh­rend ei­ner Fahr­rad­tour durch Zu­fall  eine leer­ste­hen­de, ver­fal­le­ne Fa­brik in dem klei­nen Ort Kai­n­ach bei Voits­berg. Die ehe­ma­li­ge Holz­wolle­fa­brik aus dem Jahr 1873 be­fand sich zwar in de­sas­trö­sem Zu­stand, war aus die­sem Grund aber auch er­schwing­li­cher als in­tak­te Ge­bäu­de. Mit Hin­ga­be und Lie­be zum De­tail er­weck­ten sie das ver­fal­le­ne Ge­bäu­de aus sei­nem Dorn­rös­chen­schlaf. Das Werk­haus Kai­n­ach ent­stand – eine ex­klu­si­ve Ga­le­rie mit Ate­liers und Wohn­raum für die wach­sen­de Fa­mi­lie.

Be­reits 1993 öff­ne­te das Werk­haus Kai­n­ach sei­ne Tü­ren für die Öffent­lich­keit. Seit­dem be­her­bergt es eine Rei­he viel­be­ach­te­ter Aus­stel­lun­gen mit nam­haf­ten Gast­künst­ler:in­nen aus un­ter­schied­li­chen Spar­ten.

Von der Holz­stoff­fa­brik zum Werk­haus Kai­n­ach

Im Jahr 1856 grün­de­te Franz Fuchs­bich­ler et­was au­ßer­halb des Or­tes Kai­n­ach die Kai­n­ach­er Holz­in­dus­trie – Holz­stoff- und Pap­pen­de­ckel­fa­brik. Da­mit wur­den ei­ner­seits die reich­lich vor­han­de­nen Holz­be­stän­de der hei­mi­schen Wäl­der und an­de­rer­seits die Was­ser­kraft des Kai­nach­flus­ses aus­ge­nutzt.

Um 1900 kam der Be­trieb an die Fa­mi­lie Gün­ther. Pro­du­ziert wur­de da­mals in gro­ßen Men­gen Holz­wol­le, wes­halb der Be­trieb auch als Holz­wolle­fa­brik be­zeich­net wur­de. Ne­ben der Ver­wen­dung als Ver­pa­ckungs- und Stopf­ma­te­ri­al in den Glas­fa­bri­ken, er­zeug­ten von etwa 1940 bis 1949 die von Fried­rich Schwam­berg ge­grün­de­ten Aus­tro­lith­wer­ke in Kai­n­ach aus der Holz­wol­le auch ze­ment­ge­bun­de­ne Leicht­bau­ele­men­te – eine Art He­ra­klit­plat­ten.

Nach der Ein­stel­lung der Holz­wol­le­pro­duk­ti­on – das Sä­ge­werk wur­de noch ei­ni­ge Zeit wei­ter be­trie­ben – fiel das Ge­bäu­de bis in die 1990er Jah­re in eine Art Dorn­rös­chen­schlaf. Im Jahr 1993 ha­ben dann die Ke­ra­mi­ker Ger­lin­de Zöh­rer und Rein­hold Lo­schan und die Glas­künst­ler Re­na­te und Fitz Pre­hal das ehe­ma­li­ge Fa­briks­ge­bäu­de er­wor­ben. Sie schu­fen Werk­stät­ten und Schau­räu­me und be­leb­ten und be­rei­cher­ten mit ih­rer Ar­beit und mit Aus­stel­lun­gen das Kunst- und Kul­tur­le­ben in der Re­gi­on. Seit dem frü­hen Tod von Rein­hold Lo­schan (2001) und Ger­lin­de Zöh­rer (2006) wird das Werk­haus Kai­n­ach nun en­ga­giert von Fritz und Re­na­te Pre­hal wei­ter­ge­führt. Durch die Prä­sen­ta­ti­on von Ar­bei­ten an­de­rer Künst­le­rIn­nen und Kunst­hand­wer­ke­rIn­nen be­müht man sich, die Be­völ­ke­rung mit den wei­ten Be­rei­chen der Glas­ver­ede­lung so­wie von Kunst und Kunst­hand­werk in Kon­takt zu brin­gen.

– Prof. Dr. Ernst Las­nik

Die Glas­künst­ler:in­nen Re­na­te und Fritz Pre­hal fei­ern Ju­bi­lä­um und la­den herz­lich ein!

Vor ex­akt 30 Jah­ren grün­de­te das Paar das Werk­haus Kai­n­ach in­dem sie eine ehe­ma­li­ge Holz­wolle­fa­brik aus dem Jah­re 1883, die dem Ver­fall preis­ge­ge­ben war, in mü­he­vol­ler Ar­beit zu Ate­liers, Aus­stel­lungs- und Le­bens­raum um­ge­stal­te­te.

Das Ju­bi­lä­um wird am 1. und 2. Juli 2023 mit ei­ner fa­cet­ten­rei­chen Som­mer­aus­stel­lung ge­mein­sam mit ih­ren Kin­dern Lena (Fo­to­gra­fie und Ar­chiv) und Jan (Kunst­ob­jek­te aus Me­tall), so­wie den Künst­ler­kol­leg:in­nen Ju­lia Kast­ler (Glas­ma­le­rei), Mar­tin Kar­lik (Bron­ze­skulp­tu­ren) und Pe­ter Troiß­in­ger (Ma­le­rei) in den Aus­stel­lungs­räu­men und im Gar­ten des Werk­haus Kai­n­ach ge­fei­ert.

Das Werk­haus Kai­n­ach be­fin­det sich in der West­stei­er­mark, ca. 40km west­lich von Graz. Die Ar­bei­ten des frei­schaf­fend tä­ti­gen Künst­ler:in­ne­n­ehe­paa­res kön­nen, nach te­le­fo­ni­scher Vor­an­mel­dung, in der Ga­le­rie und im an­gren­zen­den Gar­ten be­sich­tigt wer­den. Ne­ben Wohn- und Gar­ten­skulp­tu­ren, Glas­schmuck, mund­ge­bla­se­nen Uni­ka­ten und Fu­sin­g­ob­jek­ten er­war­ten Sie im Werk­haus Kai­n­ach ein­zig­ar­ti­ge, aus op­ti­schem Glas ge­schlif­fe­ne Ob­jek­te.

WERK­HAUS KAI­N­ACH
KAI­N­ACH 149
8573 KAI­N­ACH BEI VOITS­BERG

+43 03148/​7394
info@werk­haus­ka­i­n­ach.com
www.werk­haus­ka­i­n­ach.com

Hier ein klei­ner Ein­blick in die Film­dreh­ar­bei­ten 2023. Vie­len lie­ben Dank an Oli­ver Pink und Wolf­gang Scherz für die wun­der­ba­ren Fern­seh­bei­trä­ge.