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30 JAHRE WERKHAUS KAINACH
010 MEDIA
Fernsehbeiträge
ORF 2023

Willkommen im Werkhaus Kainach – ein besonderer Ort in der Weststeiermark, der Kunst, Handwerk und Leidenschaft vereint.

Entdecken Sie die faszinierende Welt des Glases durch die einzigartigen Werke von Renate, Lena, Jan und Fritz Prehal!

Sie sind herzlich eingeladen, die Galerie, die Werkstätten und den angrenzenden Garten nach telefonischer Voranmeldung zu besichtigen. Neben Wohn- und Gartenskulpturen, Glasschmuck und Fusingobjekten erwarten Sie im Werkhaus Kainach einizgartige, aus optischem Glas geschliffene Objekte.

 

 

WERKHAUS KAINACH
KAINACH 149
8573 KAINACH BEI VOITSBERG

03148/7394
[email protected]
www.werkhauskainach.com

GLAS FUSING WORKSHOP: Tauche ein in die faszinierende Welt des Glases

Hast du Lust, mit deinen eigenen Händen etwas Einzigartiges zu schaffen?

Verbringe einen Tag im Werkhaus Kainach und entdecke die vielfältigen Möglichkeiten der Glasfusingtechnik, die alchemistische Schönheit des Materials und die Faszination eines uralten Handwerks.

Als kunsthandwerklicher Familienbetrieb öffnen wir diesen Sommer unsere Werkstätten für kleine, persönliche Workshops. Zwischen den alten kühlen Mauern unseres renovierten Fabriksgebäudes entsteht etwas, das bleibt: dein eigenes Unikat. Komm wie du bist, du brauchst keine Vorkenntnisse. In familiärer Atmosphäre begleiten wir dich Schritt für Schritt – von der Skizze bis zum Brennofen.

Zwischen den Arbeitsphasen laden wir dich zu Kaffee und Kuchen in unserem Garten ein, wo du dich entspannen, dem Fluss lauschen und mit den anderen Teilnehmer:innen austauschen kannst. Am Ende des Workshops nimmst du nicht nur dein persönliches Werk mit nach Hause, sondern auch eine wertvolle gemeinschaftliche Erfahrung. Kunsthandwerkliche Fähigkeiten gehen vielerorts verloren – wir möchten dazu beitragen, dass dieses besondere Wissen erhalten bleibt und weitergegeben wird.

Termine: 4.7., 5.7., 4.9., 5.9. 

Dauer: ca. 7 Stunden

Kleine Gruppe (4-6 Personen)

Thema: Maske. Seit jeher ist sie mehr als nur ein Gesicht: In vielen Kulturen steht sie für Verwandlung, Schutz oder das Sichtbarmachen verborgener Seiten – von Ritualen bis zur Kunst. 

380 € pro Person (inkl. Material, Brennkosten und Nacharbeit)

Für Anmeldung oder Fragen melde dich unter office@werkhauskainach, die Plätze sind begrenzt.

Von der Holzstofffabrik zum Werkhaus Kainach

Im Jahr 1856 gründete Franz Fuchsbichler etwas außerhalb des Ortes Kainach die Kainacher Holzindustrie – Holzstoff- und Pappendeckelfabrik. Damit wurden einerseits die reichlich vorhandenen Holzbestände der heimischen Wälder und andererseits die Wasserkraft des Kainachflusses ausgenutzt.

Um 1900 kam der Betrieb an die Familie Günther. Produziert wurde damals in großen Mengen Holzwolle, weshalb der Betrieb auch als Holzwollefabrik bezeichnet wurde. Neben der Verwendung als Verpackungs- und Stopfmaterial in den Glasfabriken, erzeugten von etwa 1940 bis 1949 die von Friedrich Schwamberg gegründeten Austrolithwerke in Kainach aus der Holzwolle auch zementgebundene Leichtbauelemente – eine Art Heraklitplatten.

Nach der Einstellung der Holzwolleproduktion – das Sägewerk wurde noch einige Zeit weiter betrieben – fiel das Gebäude bis in die 1990er Jahre in eine Art Dornröschenschlaf. Im Jahr 1993 haben dann die Keramiker Gerlinde Zöhrer und Reinhold Loschan und die Glaskünstler Renate und Fitz Prehal das ehemalige Fabriksgebäude erworben. Sie schufen Werkstätten und Schauräume und belebten und bereicherten mit ihrer Arbeit und mit Ausstellungen das Kunst- und Kulturleben in der Region. Seit dem frühen Tod von Reinhold Loschan (2001) und Gerlinde Zöhrer (2006) wird das Werkhaus Kainach nun engagiert von Fritz und Renate Prehal weitergeführt. Durch die Präsentation von Arbeiten anderer KünstlerInnen und KunsthandwerkerInnen bemüht man sich, die Bevölkerung mit den weiten Bereichen der Glasveredelung sowie von Kunst und Kunsthandwerk in Kontakt zu bringen.

– Prof. Dr. Ernst Lasnik

Die Geschichte des Werkhaus Kainach beginnt mit einem Schiurlaub im Salzburgischen, der zwei Menschen aus unterschiedlichen Welten zusammenführte. Renate, eine junge Frau aus Köln, und Fritz, ein Radstätter, wurden nicht nur ein Paar, sondern auch ein bemerkenswertes Team. Gemeinsam absolvierten sie die Glasfachschule in Hadamar, wobei Renate sich auf Glasinstrumente spezialisierte und Fritz als Glasschleifer sein Talent verfeinerte.

Nach der Ausbildung führte sie ihr Weg durch Lehr- und Wanderjahre in Deutschland und Österreich, darunter Stationen bei renommierten Einrichtungen wie Roderich Wohlgemuth in Bremen und der Glasmanufaktur Lobmeyr in Wien. Der entscheidende Wendepunkt kam im Jahr 1988, als sie auf die Landesaustellung “Glas & Kohle” in Bärnbach stießen und schließlich in die malerische Weststeiermark gelangten.

Auf der Suche nach einer Bleibe in dieser Region fanden sie während einer Fahrradtour durch Zufall  eine leerstehende, verfallene Fabrik in dem kleinen Ort Kainach bei Voitsberg. Die ehemalige Holzwollefabrik aus dem Jahr 1873 befand sich zwar in desaströsem Zustand, war aus diesem Grund aber auch erschwinglicher als intakte Gebäude. Mit Hingabe und Liebe zum Detail erweckten sie das verfallene Gebäude aus seinem Dornröschenschlaf. Das Werkhaus Kainach entstand – eine exklusive Galerie mit Ateliers und Wohnraum für die wachsende Familie.

Bereits 1993 öffnete das Werkhaus Kainach seine Türen für die Öffentlichkeit. Seitdem beherbergt es eine Reihe vielbeachteter Ausstellungen mit namhaften Gastkünstler:innen aus unterschiedlichen Sparten.

Letzten Sommer fand im Kunsthaus Köflach eine sehr sehenswerte Ausstellung statt, die einen Überblick über die aktuelle österreichische Glasszene für zeitgenössisches Glas bot.

Bis zum 5. Juli 2025 waren wir in der Schau „Transparenz“ gemeinsam mit 16 weiteren geschätzten Glaskolleg:innen vertreten. Fritz Prehal wirkte zudem sowohl kuratorisch als auch organisatorisch an der Entstehung mit.

Die Glaskünstler:innen Renate und Fritz Prehal feiern Jubiläum und laden herzlich ein!

Vor exakt 30 Jahren gründete das Paar das Werkhaus Kainach indem sie eine ehemalige Holzwollefabrik aus dem Jahre 1883, die dem Verfall preisgegeben war, in mühevoller Arbeit zu Ateliers, Ausstellungs- und Lebensraum umgestaltete.

Das Jubiläum wird am 1. und 2. Juli 2023 mit einer facettenreichen Sommerausstellung gemeinsam mit ihren Kindern Lena (Fotografie und Archiv) und Jan (Kunstobjekte aus Metall), sowie den Künstlerkolleg:innen Julia Kastler (Glasmalerei), Martin Karlik (Bronzeskulpturen) und Peter Troißinger (Malerei) in den Ausstellungsräumen und im Garten des Werkhaus Kainach gefeiert.

Hier ein kleiner Einblick in die Filmdreharbeiten 2023. Vielen lieben Dank an Oliver Pink und Wolfgang Scherz für die wunderbaren Fernsehbeiträge.